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Srp
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Die Reeder können natürlich frei wählen, aber man sollte bedenken, dass die meisten Charterer die Forderung enthalten, das Schiff mit einem ITF-Vertrag in ihre Frachtverträge einzubeziehen. Heutzutage denken alle russischen Reedereien, nicht nur die großen, an ihren Ruf und decken ihre Schiffe mit ITF-genehmigten Vereinbarungen ab, wodurch das Wohlergehen der Seeleute verbessert wird und sowohl die SUR als auch die ITF unterstützt werden. Bitte beachten Sie, dass es derzeit drei Arten von Tarifverträgen gibt, die von der ITF für die Reeder genehmigt wurden, die russische Seeleute beschäftigen. Diese sind: Zahlen über die Zahl der verlängerten Tarifverträge und die Zahl der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die durch die Verlängerung abgedeckt werden, gibt es nicht. Unabhängig davon können zwei Bemerkungen zur quantitativen Relevanz von Erstreckungsaufträgen gemacht werden. Wenn es Lücken in der Tarifsicherung gibt, besteht in Österreich eine klare Tendenz, diese Lücken durch Verlängerung zu schließen, anstatt sie unentdeckt zu lassen. Solche Lücken sind jedoch selten. Daher besteht die Notwendigkeit, Erweiterungsaufträge zu erteilen, nur in wenigen Fällen. Dies ist auf den umfassenden Anwendungsbereich des „funktionalen Äquivalents“ zur Erweiterung zurückzuführen: die obligatorische Mitgliedschaft in der Wirtschaftskammer. Wie bereits erwähnt, beschäftigen die von der Kammer organisierten Arbeitgeber etwa 97 % aller Beschäftigten des privaten Sektors.

Für die überwiegende Mehrheit dieser Mitglieder schließen die Kammer und ihre Untereinheiten Tarifverträge ab. In diesen Fällen besteht kein Problem unverbundener Arbeitgeber. Dies lässt wenig Raum für die Anwendung von Erweiterungsverfahren. In der Praxis ist die Pflichtmitgliedschaft daher viel wichtiger als eine Verlängerung, wenn es darum geht, Tarifverträge für die Arbeitgeber allgemein verbindlich zu machen. Verlängerungsbestimmungen können nur auf Vereinbarungen mit mehreren Arbeitgebern angewandt werden (diese Bestimmungen verlieren ihre Relevanz in Ländern, in denen Ein-Arbeitgeber-Verhandlungen vorherrschen). Wie oben dargelegt, begünstigt das österreichische Arbeitsrecht die Verhandlungen mit mehreren Arbeitgebern erheblich, so dass Ein-Arbeitgeber-Vereinbarungen sehr selten sind. Dementsprechend werden in Österreich fast alle Tarifverträge auf sektoraler Ebene abgeschlossen. Diese gesetzliche Präferenz für Verhandlungen mit mehreren Arbeitgebern erhöht die praktische Wirksamkeit der Verlängerungsbestimmungen. Erstens wird das Verlängerungsverfahren angewandt, wenn ein Tarifvertrag von einem freiwilligen Verein (anstelle der Untereinheiten der obligatorischen Wirtschaftskammer) im Namen der Arbeitgeberseite geschlossen wird. In diesem Fall ist die Verlängerungsverordnung so konzipiert, dass die Arbeitgeber, die nicht Mitglieder des unterzeichnenden Arbeitgeberverbandes sind, den Tarifvertrag einhalten.

So werden solche Erweiterungsaufträge im Hinblick auf die Branchentarifverträge für die Druckindustrie sowie für Zeitungen und Zeitschriften erteilt. Für die Arbeitgeber, die nicht unter eine Vereinbarung fallen, gibt es keinen vergleichbaren Mechanismus der automatischen Verlängerung, weil sie auch nicht dem unterzeichnenden Arbeitgeberverband angeschlossen sind; oder es gibt überhaupt keinen Tarifvertrag, da es keinen Arbeitgeberverband gibt, der in der Lage ist, einen solchen Vertrag abzuschließen. In solchen Fällen sieht das Arbeitsverfassungsgesetz ein spezielles amtliches Verfahren vor, das als „Verlängerungsanordnung“ bezeichnet wird, wonach ein Tarifvertrag (oder ein Teil davon) auf im Wesentlichen gleiche Arbeitsverhältnisse ausgedehnt werden kann, die nicht durch eine Vereinbarung abgedeckt sind.